DOM-Rohre geschweißtDOM tubes

DOM = Drawn Over Mandrel
Unsere nordamerikanischen und europäischen Partner für die Herstellung von DOM-Rohren haben langjährige Erfahrung bei der Herstellung dieses Produktes. Durch Innovation und technische Überlegenheit bei der Fertigung wurde während dieser Zeit der technologische Vorsprung ausgebaut. 

Das DOM-Rohr ist lieferbar bis zu einem Außendurchmesser von 304,80 mm und einer maximalen Wanddicke von 15,88 mm. Soweit nichts anderes angegeben ist, werden sie im kaltgezogenen Zustand geliefert. Ein besonderes Produkt ist das TuffDOM-Rohr. Es wurde für höchst anspruchsvolle Anwendungen in der Hydraulik entwickelt.

Die Art der Herstellung von DOM-Rohren erlaubt uns, die garantierten Toleranzen bei der maschinellen Bearbeitung, beim Schälen/Rollieren bzw. Honen und dem spitzenlosen Schleifen dieser Produkte auf 50  % des normalen Industriestandards zu senken. Die garantierten Toleranzen bei Innen- und Außendurchmesser sind wesentlich enger als bei handelsüblichen Standards.Ferner wird auch das vergütete DOM-Rohr für spezielle Anwendungen in der Hydraulik und unter anderem zur Herstellung von Gittermasten in der Kranindustrie verwendet. Wir liefern für den europäischen Markt Rohre aus den Werkstoffen z. B. TuffDOM 520, (E355, + SR) und TuffDOM 620 (STE 460 + SR). 

Selbstverständlich bieten wir auch weitere Stahlsorten an. 

Gleichmäßige Wanddicke und Konzentrizität

Die gleichmäßige Wanddicke ist die wichtigste Eigenschaft der DOM-Rohre.
Nahtlose Rohre, die gewalzt werden, indem ein rotierender, erwärmter Block über einen konischen Dorn gewalzt wird, weisen immer eine spiralförmige Exzentrizität auf, da es unmöglich ist, den Dorn exakt im Mittelpunkt des Blockes zu halten.

Aus verschiedenen technologischen Gründen weist das DOM-Rohr diese Exzentrizität nicht auf und verfügt über eine sehr gleichmäßige Wanddicke. Das Rohr wird aus qualitativ hochwertigem, flach gewalztem Bandstahl mit geringen Maßabweichungen gefertigt. Geringfügige Abweichungen des Vormaterials zeigen sich daher in der gleichen Ebene über die gesamte Rohrlänge, die Bohrung bleibt daher gerade und eben.

DOM-Rohre werden in einer Vielzahl von Anwendungen bevorzugt, bei denen eine gleichmäßige Wanddicke (eine Voraussetzung für Konzentrizität) und die Geradheit der Bohrung wichtig ist.

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Vorteile der DOM-Rohre

Unsere DOM-Rohre werden gemäß ASTM-Spezifikation A513/ EN 10305-2 durch das Hochfrequenz Schweißverfahren (HFS) ohne Zusatzwerkstoff produziert. Dadurch wird die höchstmögliche Schweißfestigkeit erreicht. Nach dem Umformen und dem Schweißprozess wird das Rohr kaltgezogen und bietet als DOM-Rohr noch eine Reihe anderer Vorteile: 

  • Die gleichmäßige Wanddicke der DOM-Rohre und enge Außen- und Innendurchmesser-Toleranzen ergeben eine maximale Konzentrizität von +/- 2,5 % in fast allen Fällen.
  • Die Wärmebehandlung vor dem Kaltziehen kristallisiert die Kornstruktur des Werkstoffes und der Schweißnaht, so dass eine homogene, kontrollierte Gefügestruktur und Härte entsteht.
  • Das Kaltziehen bewirkt bei DOM-Rohren eine höhere Streck- und Zugfestigkeit sowie eine bessere Formgebung. Durch eine weitere Wärmebehandlung (+SR oder +N) nach dem Kaltziehen wird eine höhere Duktilität erreicht.
  • Die Oberflächen der AD und ID sind glatter, sauberer und dichter als bei anderen Rohrprodukten. Durch die Wärmebehandlung und der Reduzierung des Rohrquerschnittes beim Kaltziehen wird die Schweißnaht egalisiert und kann in den meisten Fällen nur anhand des Schliffbildes festgestellt werden.
  • DOM-Rohre können innerhalb des Abmessungsprogrammes in einem unbegrenzten Bereich an Durchmessern und Wandstärken durch Veränderungen der Maße an Ziehring und Ziehdorn hergestellt werden. Dieser individuelle Abmessungsbereich bringt dem Bearbeiter Materialeinsparungen und niedrigere Kosten durch die Auswahl einer Abmessung, die den Maßen des fertigen Produktes entsprechen kann.
  • Die engen Toleranzen, die kontrollierten mechanischen Eigenschaften und die glatte Oberfläche von DOM-Rohren führen zu sehr guten Bearbeitungsergebnissen und ermöglichen eine weitergehende Bearbeitung wie z.  B. das Hartverchromen nach entsprechender Vorbehandlung.

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Anwendung der DOM-Rohre

DOM-Rohre werden bevorzugt für ein weites Feld statischer und dynamischer Anwendungen und von den anspruchsvollsten Industriebereichen erfolgreich eingesetzt:

  • Hydraulische Anwendungen einschließlich Teleskopzylinder und Kolbenrohre.
  • Kolbenspeicher
  • Achsen und Hochgeschwindigkeitswellen (Gelenkwellen)
  • Stoßdämpfer
  • Gasfedern
  • Walzen für die Druck-, Textil- und Papier-industrie
  • Laufringe und Abstandhalter
  • Bearbeitete Rohrteile aller Art
  • Aufzugindustrie

Die Abnehmergruppen für DOM-Rohre sind die
Automobil-, LKW- und Baumaschinenindustrie, landwirtschaftliche Maschinen, Werkzeuge für die Öl- und Gasindustrie und dem allgemeinen Maschinenbau. 

Die amerikanischen DOM-Rohre können, im Vergleich zu europäischen Produkten, in relativ geringen Mengen ab Werk bezogen werden.

Wanddickentoleranzen

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Mechanische Eigenschaften und Chemische Analyse

DOM-Rohre werden in Übereinstimmung mit der ASTM Spezifikation A513 oder nach DIN EN 10305-2 produziert. Dieses Produkt hat mechanische Eigenschaften, die vergleichbar sind mit kaltgezogenen nahtlosen Rohren, gleicher Werkstoffanalyse und Abmessung. DOM-Rohre zeichnen sich durch eine hervorragende Konzentrizität, Maßgenauigkeit und gleichmäßige Wanddicke aus.

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Anlassen und Vergüten (Q + T)

Für besondere Anforderungen an die mechanischen Werte und die Kerbschlagzähigkeit kann das Anlassen und Vergüten mit angeboten werden (Q+T). Diese Rohre werden eingesetzt für die Hydraulik-Industrie, die Ölförderung/-produktion, im Automobil- und LKW-Bereich, für Industrieausrüstung und für Ausrüstungen der Landwirtschaft, des Bauwesens sowie für andere Einsatzgebiete. Diese Ausführung muss speziell angefragt werden und ist lieferbar für Abmessungen bis AD 203,2 mm mit Wanddicken bis max.10,16 mm und in Längen bis 12 Meter.

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Oberflächenbeschaffenheit

Durch die hervorragende Oberflächenbeschaffenheit des gezogenen DOM-Rohres können Kosten für die Oberflächenbearbeitung vieler Teile erheblich reduziert werden. Da die Rohre außerdem eine sehr genaue Konzentrizität aufweisen, kann teilweise auf eine Nachbearbeitung ganz verzichtet werden. Vor dem Kaltziehen wird das geschweißte Rohr sorgfältig gereinigt, um saubere, blanke Innen- und Außenflächen zu erhalten. Während des Kaltziehens wird die Querschnittsreduzierung genau überwacht, um eine noch bessere Oberflächenqualität zu erhalten. 

Das Standardqualitäts-DOM-Rohr kann in dem Zustand, wie es ausgeliefert wird, für viele Anwendungen eingesetzt werden. Es wird mit Innen- und Außendurchmessertoleranzen, die in den Tabellen auf der Seite 32 aufgeführt sind, gefertigt und weist die auf Seite 20/21 angegebenen mechanischen Eigenschaften auf. Wenn die Oberflächen maschinell bearbeitet werden sollen, sind die auf den Seiten 24 bis 31 aufgeführten Bearbeitungszugaben zu beachten, damit eine 100%ige Oberflächenqualität gewährleistet wird.

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Abmessungsbereich

DOM Rohre werden in einem umfangreichen Abmessungsbereich von 19,00 bis 304,80 mm Außendurchmesser und von 1,25 bis 15,88 mm Wanddicke produziert. 

Alle Zwischenmaße (metrisch oder Zoll) und Sondermaße können gemäß Ihrer Spezifikation bestellt werden, ohne dass längere Lieferzeiten oder zusätzliche Werkzeugkosten entstehen.

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Bearbeitungsqualität

Der weitverbreitete Einsatz von DOM-Rohren in maschinell bearbeiteten Teilen ist besonders auf die ausgezeichnete Konzentrizität zurückzuführen. Dies reduziert bestimmte maschinelle Verfahren und spart Kosten. Die Zerspanungsfähigkeit entspricht ungefähr derjenigen eines nahtlosen Rohres in gleicher Größe und Stahlqualität. Ein gezogenes DOM-Rohr weist eine saubere blanke Oberfläche, hohe Festigkeiten und eine optimale maschinelle Bearbeitungsfähigkeit auf. 

Der Werkstoff TuffDOM 520/E355 erreicht üblicherweise eine Härte von mindestens 85 Rb: Ideal für das Schälen und Rollieren, spitzenlose Schleifen sowie andere Bearbeitungen am Rohr. 

Viele Anwender haben den Vorteil erkannt, dass Ihre spe-zifizierten Fertig-Bearbeitungsmaße als DOM-Rohmaß erhältlich sind und diese Rohre nicht mehr bearbeitet werden müssen. 

Selbst wenn der Durchmesser des fertigen Werkstückes eine Konzentrizität innerhalb enger Toleranzen einhalten muss, ist nur eine Nennmaß-Zugabe zum Schlichten etwaiger Oberflächenunebenheiten zu beachten.

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Ovalität

Die Ovalität soll innerhalb der auf Seite 32 genannten Toleranzen liegen, außer wenn die Wandstärke weniger als 3 % des Außendurchmessers beträgt. In diesen Fällen sollte die zusätzliche Ovalität aus der Tabelle links hinzugerechnet werden. Der mittlere Wert sollte jedoch innerhalb der angegebenen Toleranzen liegen.

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DOM-Größen metrisch

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Bearbeitungszugabe für maschinelle Bearbeitung Drehen

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Bearbeitungszugabe für maschinelle Bearbeitung Spitzenloses Schleifen

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Bearbeitungszugabe für maschinelle Bearbeitung Honen

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Bearbeitungszugabe für maschinelle Bearbeitung Schälen und Rollieren

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Toleranzen

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Ovalität

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